Projekte

Subway Jazz Orchestra

Subway Jazz Orchestra

Nach der Zusammenarbeit mit Big Bands aus Berlin, Hannover und Budapest ist die nächste Station des Projektes Köln. Hier trifft Sung Sound auf das junge, selbstorganisierte Subway Jazz Orchestra, um zwei Konzerte in Nordrhein-Westfalen zu spielen. Mit Thea Soti und Tamara Lukasheva haben bereits zwei Sung Sound-Sängerinnen ihren Lebensmittelpunkt in Köln; sie werden verstärkt durch zwei weitere Sängerinnen, Maika Küster aus Essen und Mascha Corman aus Düsseldorf.

Fette Hupe

Fette Hupe

Im Oktober 2015 hatten wir die große Ehre die internationale Jazzwoche Hannover in der Faust eröffnen zu dürfen. Unsere Kompositionen wurden mit großen Erfolg mit der wundervollen Big Band “Fette Hupe” unter der der Leitung von Jörn Marcussen-Wulff präsentiert.

Modern Art Orchestra

Modern Art Orchestra

Eine Kooperation mit dem zeitgenössischen ungarischen Jazzorchester unter der Leitung von Kornél Fekete-Kovács. Das Modern Art Orchestra hat mit uns zwei Tage geprobt und das Programm in Ungarns renommiertestem Club, dem Opus Jazz Club, aufgeführt. Wir haben uns besonders gefreut, die ungarische Komponistin und Sängerin, Linda Kovács, für uns dazugewinnen zu können.

UdK Big Band

UdK Big Band

Unsere erste Konzerttournee haben wir mit der Big Band der Universität der Künste aus Berlin unter der Leitung von Lea Heinrich und Maximilian Bahr gespielt. Die Big Band der Universität der Künste hat mit uns in mehrmonatigen Probephasen und Workshops die Stücke erarbeitet, um schließlich eine fast ausverkaufte Tour durch Köln, Osnabrück, Hannover und Berlin zu spielen.

Statements

Niels Klein (Jazz-Saxophonist, Komponist, Professor, Co-Leiter der BuJazzO)

 

 „Dass die menschliche Stimme als das ursprünglichste aller Musikinstrumente eine emotionale Wirkung wie kaum ein anderes Instrument entfalten kann ist hinlänglich bekannt. Die Frage warum die Stimme als Instrument trotz diesen Umstands im zeitgenössischen Big-Band-Jazz eher eine Nebenrolle spielt bleibt allerdings weitgehend ungeklärt. Umso erfreulicher ist es daher, dass sich eine Gruppe junger, talentierter Sängerinnen aus verschiedenen deutschen Regionen mit diversen kulturellen Backgrounds zusammengetan hat um dieses Terrain weiter zu erforschen.
Die Idee die eigene Stimme kompositorisch in den Kontext eines Jazz-Orchesters zu stellen ist dabei nur folgerichtig, denn wer kennt die Klangfarben und Möglichkeiten einer Stimme besser als der Sänger oder die Sängerin selbst? Sehr gerne habe ich dem Projekt “Sung Sound” daher meine Unterstützung zugesagt und freue mich ausserordentlich, dass auf diese Weise ein von Nachwuchskünstlerinnen initiiertes Projekt die deutsche Jazzlandschaft aktiv weiter vernetzt.“

 

Kornél Fekete-Kovács (Jazz-Trompeter, Komponist, Leiter des Modern Art Orchestras)

“Jeder Musiker/jede Musikerin ist in der Verantwortung, Grenzen zwischen Genres aufzubrechen. Dennoch ist es nicht unsere Aufgabe, Stile zu klassifizieren – wir lassen jenes in der Hand des Publikums, um uns primär auf das Erschaffen konzentrieren. Gleichzeitig sind wir immer von der Tradition umgeben, sie durchdringt auch die kleinsten Partikel unseres Körpers und Geistes.

Diese Überlegungen sind für uns, das Modern Art Orchestra, grundlegend. Wir hatten das Glück, Ansichten über Komposition und Performance mit den sieben Sung Sound-Komponistinnen zu teilen, sodass die Zusammenarbeit so selbstverständlich wie nur denkbar ablaufen konnte. Es war eine großartige Erfahrung, mit Sung Sound zusammenzuarbeiten, danke!”

 

Jörn Marcussen-Wulff (Jazz-Posaunist, Komponist, Leiter der "Fetten Hupe Hannover")

 

“Es gibt sowohl in der traditionellen als auch in der zeitgenössischen Bigband-Literatur nur ein paar wenige Beispiele für den gleichberechtigten Einsatz von Stimme als Instrument im Bigbandkontext. Umso mehr ist es interessant zu sehen und zu hören, wie die Sängerinnen von SUNG SOUND ihre Stücke gestalten und für diesen wunderbaren Klangkörper umsetzen. Ich kenne kein anderes Projekt dieser Art und freue mich über das große Engagement, das die Künstlerinnen hier für unsere Musikform an den Tag legen. 

Ich weiß aus eigener Erfahrung wie viel Aufwand es bedeutet so ein großes Projekt auf die Bühne zu bringen und umso mehr bin ich von dem Erfolg dieses Formats beeindruckt.

Besonders spannend finde ich die Tatsache, dass hier ein Musikerinnen-Kollektiv aus sehr unterschiedlichen Komponistinnen am Werk ist, die sich mit ihren individuellen Stilen gegenseitig beeinflussen. Dadurch entsteht eine äußerst abwechslungs- und facettenreiche Musik, die gleichzeitig den Vernetzungsgedanken in der jungen deutschen und europäischen Szene widerspiegelt. Ein wunderbares Vorbild!”

Zukunft

Pläne von Sung Sound

Jede Sung Sound-Komponistin bringt zwangsläufig ihren Charakter, Stil, ihre Stimmfarbe und ihre Herangehensweise an das Thema Big Band in das Projekt: Vokalisen-Kompositionen, gesprochener Text, poetisch-musikalische Lautgedichte, zeitgenössische Gedichtvertonungen, folkige Balladen, Bluesanleihen und frei anmutendes Spiel nach Spielanweisungen kommen in einem Programm zusammen. So entstehen Stücke, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dabei findet jede Komponistin für sich Wege, die Stimme innovativ mit der Big Band interagieren zu lassen.

 Sung Sound ist nicht nur inhaltlich, mit der Idee, die Stimme als Instrument in den Vordergrund zu rücken, sondern auch konzeptionell, in der Nebeneinanderstellung mehrerer Komponistinnen/Solosängerinnen mit einer Band an einem Abend, ein Novum in der europäischen Jazzlandschaft. Als Projekt, das in der kurzen Zeit seines Bestehens bereits viel Zuspruch erhalten hat und einen Wiedererkennungswert zeigt, ist in Planung, es in der Zukunft durch Kooperationen mit Schweizer und Österreicher Jazzorchestern auch weiterhin im Ausland zu etablieren.